KW 21/2023 · AK-Aktuell · Donnerstag, 25.05.2023
Kurz gesagt: Im Mai 2023 hat der Bauausschuss des Bundestages auf Antrag der AfD-Fraktion über die Bundesförderung für Sportstätten beraten.1, 2 Anlass war ein offener Brief der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter zu Sanierungsstau und Bürokratie. Die Bundesregierung kündigte an, auf externe Dienstleister zu verzichten.1 Wir sagen: Gefördert wird Sport, nicht Ideologie.
Sportstättenförderung im Bauausschuss: Sanierungsstau statt Energievorgaben angehen
Marode Hallen, gesperrte Bäder, sanierungsbedürftige Plätze: Ohne funktionierende Infrastruktur gibt es keinen Sport. 2023 haben die Sportämter der Städte und Gemeinden Alarm geschlagen. Unsere Fraktion hat das Thema in den Bundestag geholt. Hier liest Du, was passiert ist und was daraus wurde.
Faktenlage
Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter wies in einem offenen Brief auf den hohen Sanierungsstau bei Sportstätten und auf überbordende Bürokratie hin. Die Verfahren seien langwierig, die Umsetzung der Projekte zäh.1 Die AfD-Fraktion beantragte daraufhin am 17. Mai 2023 einen schriftlichen Bericht der Bundesregierung zum Sachstand der Bundesförderung für Sportstätten. Der Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen setzte ihn für seine 44. Sitzung am 24. Mai 2023 auf die Tagesordnung.2
In der Sitzung waren sich die Fraktionen nach unserer Pressemitteilung einig, bürokratische Hemmnisse abbauen zu wollen. Staatssekretär Sören Bartol kündigte an, künftig auf externe Dienstleister zu verzichten und die Aufgaben ins Ministerium zu verlagern.1
Was wir fordern
Die AfD-Bundestagsabgeordnete Carolin Bachmann, damals Mitglied des Bauausschusses, bezifferte den Investitionsbedarf deutschlandweit auf „über 30 Milliarden Euro“ und sah besonders im ländlichen Raum, etwa in ihrem Wahlkreis Mittelsachsen, deutlichen Bedarf. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Unterstützung der Kommunen bei dem Erhalt und auch dem Neubau von Sportstätten ist uns ein großes Anliegen.“1 Zugleich kritisierte sie, die bauliche Sanierung werde vielfach zu einem Nebenprodukt der energetischen Sanierung. Wörtlich: „Hier muss eine Rückbesinnung auf den Kern der Sportstättenförderung stattfinden.“1
- Weniger Bürokratie: einfache Antragsverfahren ohne zwischengeschaltete externe Dienstleister.
- Vorrang für Erhalt und Neubau von Sportstätten vor energetischen Vorgaben.
- Gezielte Hilfe für den ländlichen Raum, wo der Bedarf besonders groß ist.
- Förderung, die dem Kern des Sports dient: Gesundheit von Kindern und Erwachsenen.1
Warum das wichtig ist
Vereine können nur trainieren, wo Hallen und Plätze offen sind. Wenn Fördergeld in Gutachten, Dienstleister und Energieauflagen versickert, kommt zu wenig beim Sport an. Kommunen brauchen schnelle, einfache Programme, keine Konzepte in Schubladen.
Was daraus wurde
Das Thema blieb auf der Tagesordnung des Bauausschusses. Im April 2024 beschloss er auf Antrag der damaligen Koalitionsfraktionen ein öffentliches Fachgespräch „Sportstätten und Stadtentwicklung“ für den 26. Juni 2024. Es sollte um die Rolle der Sportstätten in der Stadtentwicklung, um verfügbare Bundesmittel und die Verknüpfung von Städtebau- und Sportförderung gehen.3
In der 21. Wahlperiode befasst sich der neue Ausschuss für Sport und Ehrenamt mit der Sportinfrastruktur; unseren Bericht aus der Sitzung vom 6. Mai 2026 findest Du hier.4 Ob die 2023 angekündigte Verlagerung der Aufgaben ins Ministerium umgesetzt wurde, lässt sich aus den öffentlichen Bundestagsdokumenten nicht belegen. Wir bleiben dran.
Fazit
Unsere Initiative hat den Sanierungsstau 2023 in den Bundestag gebracht und eine Zusage zum Bürokratieabbau erreicht. Der Bedarf ist geblieben. Wir fordern weiter: Geld in Hallen, Plätze und Bäder, schnell und unbürokratisch, mit Vorrang für Erhalt und Neubau.
Häufige Fragen
Wer hatte die Beratung im Bauausschuss beantragt?
Die AfD-Fraktion, mit Antrag vom 17. Mai 2023 auf einen schriftlichen Bericht der Bundesregierung.2
Was kündigte die Bundesregierung an?
Laut unserer Pressemitteilung kündigte Staatssekretär Sören Bartol an, auf externe Dienstleister zu verzichten und die Aufgaben ins Ministerium zu verlagern.1
Wie ging es im Bauausschuss weiter?
Der Ausschuss beschloss im April 2024 ein öffentliches Fachgespräch zu Sportstätten und Stadtentwicklung am 26. Juni 2024.3
Quellen
- AfD-Fraktion im Bundestag: Carolin Bachmann: Sportstättenförderung wird durch Bürokratie und energetische Sanierung ausgebremst, 25.05.2023. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
- Deutscher Bundestag, Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen: Tagesordnung der 44. Sitzung am 24. Mai 2023, TOP 3 Sachstand Bundesförderung für Sportstätten, Mitteilung vom 17.05.2023. PDF (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
- Deutscher Bundestag, heute im bundestag 270/2024: Fachgespräch zu Sportstätten beschlossen, 24.04.2024. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩
- sportfrei.de: 23. Sitzung Sportausschuss am 06.05.2026: Seniorensport und Sportinfrastruktur, 07.06.2026. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩


