AfD stimmt linken Sportanträgen zu – Linke blockiert Sportförderung gleichzeitig im Bundestag
Du siehst es immer wieder: Im Sport geht es um die Sache, nicht um parteipolitische Grabenkämpfe. Wir als Arbeitskreis Sport der AfD-Fraktion setzen uns konsequent für eine nachhaltige Förderung von Breiten- und Spitzensport ein – auch wenn das bedeutet, dass wir Anträgen der Linken zustimmen, wenn sie sachlich sinnvoll sind. Im Thüringer Landtag wurde jüngst ein Antrag der Linken mit AfD-Stimmen beschlossen (36. Plenarsitzung Thüringer Landtag, Sportstätten retten – ein neuer „Goldener Plan Sport“ muss her), der die Sanierung von Sportstätten fordert. Im Bundestag hingegen hat die Linke genau unseren viel konkreteren und besser durchdachten Antrag zur bundesweiten Sanierung von Sportstätten abgelehnt – ein fatales Signal für die Sportinfrastruktur in Deutschland.
Was ist passiert?
Im Oktober 2025 hat die AfD-Fraktion im Bundestag den Antrag „Bundesweite Sanierung von Sportstätten muss zeitnah durchgeführt werden“ (Drucksache 21/02032) eingebracht. Darin fordern wir eine Investitionsoffensive von insgesamt 40 Milliarden Euro über zehn Jahre, um Deutschlands marode Sportstätten für Breiten- und Spitzensport fit zu machen. Der Antrag sieht eine klare Priorisierung und konkrete Fördermechanismen vor, um bundesweit dringend sanierungsbedürftige Hallen, Plätze und Anlagen zu modernisieren.
31. Sitzung vom 09.10.2025, TOP 15: Rede von Lars Schieske
31. Sitzung vom 09.10.2025, TOP 15: Rede von Jörn König
Der Sportausschuss des Bundestages hat unseren Antrag jedoch in der Beschlussempfehlung vom Dezember 2025 (Drucksache 21/03367) abgelehnt. Überraschend ist dabei, dass die Linke-Fraktion, die im Thüringer Landtag für ein ähnliches Anliegen im Februar 2026mit der AfD zusammen gestimmt hatte, im Bundestag gegen unseren Antrag stimmte. So blockiert die Linke im Bundestag eine dringend notwendige Sportförderung, obwohl sie auf Länderebene durchaus ähnliche Ziele verfolgt.
Warum ist das problematisch?
Die Bundesrepublik hat ein massives Problem mit veralteter Sportinfrastruktur. Vereine, Ehrenamtliche und junge Athleten leiden unter maroden Hallen, fehlender Ausstattung und unsicheren Anlagen. Ohne ausreichende Bundesmittel droht ein weiterer Rückgang der sportlichen Teilhabe und Leistungsfähigkeit. Die Ablehnung unseres konkreten Sanierungsprogramms durch den Bundestag – und insbesondere durch die Linke – bedeutet, dass wichtige Investitionen ausbleiben und die Sportnation Deutschland weiter an Wettbewerbsfähigkeit verliert.
Wer trägt die Verantwortung?
Die Zuständigkeit für die Förderung der Sportinfrastruktur liegt beim Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Die parlamentarische Verantwortung tragen die Fraktionen im Bundestag, die in den Ausschüssen für Sport und Haushalt über Anträge entscheiden. Die Ablehnung unseres Antrags zeigt eine fehlende Bereitschaft, den Sport als nationale Priorität zu behandeln – insbesondere auf Seiten der Linken, die im Bundestag blockiert, was sie sonst im Landtag unterstützt.
Widersprüche & offene Fragen
Es stellt sich die Frage, warum die Linke-Fraktion im Thüringer Landtag und im Bundestag so unterschiedliche Positionen einnimmt. Liegt es an parteitaktischen Erwägungen oder an Unterschieden in den Förderlogiken? Zudem bleibt unklar, wie die Linke ihre Ablehnung der Investitionsoffensive begründet, obwohl sie sich offiziell für Sportförderung ausspricht. Weiterhin fehlen verlässliche Daten zur aktuellen Gesamtförderung und zum Zustand der Sportstätten, was die Planung erschwert.
Was wir fordern
- Eine bundesweite Investitionsoffensive von mindestens 40 Milliarden Euro über zehn Jahre für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten.
- Klare Priorisierung der Förderung für Vereine und Breitensport, um die sportliche Teilhabe in allen Regionen zu sichern.
- Mehr Transparenz über den Zustand der Sportinfrastruktur und den Mittelverwendung durch einen unabhängigen Bericht des Bundesrechnungshofs.
- Abbau bürokratischer Hürden, damit Mittel zügig und unbürokratisch bei den Vereinen ankommen.
- Förderung von Ehrenamt und Nachwuchsarbeit als zentrale Säulen der Sportentwicklung.
- Einbindung aller relevanten Ministerien in ein gemeinsames Sportförderprogramm.
- Eine sachorientierte Zusammenarbeit aller Fraktionen im Bundestag, unabhängig von ideologischen Differenzen.
- Regelmäßige Evaluation der Förderprogramme mit Einbindung der Sportverbände und Vereine.
Fazit
Unser Einsatz für die Sportnation Deutschland ist konsequent sachorientiert. Wir stimmen auch Anträgen der Linken zu, wenn sie dem Sport dienen – wie im Thüringer Landtag. Im Bundestag jedoch blockiert die Linke unsere klar durchdachte und finanzierte Sanierungsinitiative. Das schadet der deutschen Sportlandschaft und zeigt, dass es dieser Fraktion nicht um den Sport, sondern um parteipolitische Spielchen geht. Wir fordern eine Politik, die den Sport nicht ideologisch, sondern pragmatisch und zukunftsorientiert fördert – für funktionierende Sportstätten, starke Vereine und eine gesunde Jugend.
Unser Einsatz für die Sportnation Deutschland!
Quellenangaben:
- Bundestagsdrucksache 21/02032 – Antrag AfD zur Sanierung von Sportstätten
- Beschlussempfehlung Ausschuss für Sport und Ehrenamt zu Antrag AfD (Ablehnung)
- Sportstätten retten – ein neuer „Goldener Plan Sport“ muss her (Landtag Thüringen)
- Apollo News – Thüringer Linke beschließt Antrag mit AfD-Stimmen
- DOSB: Sportförderprogramme in Deutschland
- BMI-Pressemitteilung zur Sportförderung


