Kurzbeschreibung
Sport ist kein Luxus und kein Freizeitdekor, sondern harte Standortfrage. Sport entscheidet mit über Gesundheit, Leistungsbereitschaft, gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirtschaftliche Stärke unseres Landes.1, 2, 5
Die Ampel-Regierung ignoriert diese Fakten und lässt Sportstätten verfallen, Schulsport ausfallen und Vereine im Stich. Damit schwächt sie sehenden Auges den Standort Deutschland – und das, obwohl alle Zahlen längst auf dem Tisch liegen.2, 6, 12
Beitrag
Einleitung
Wer heute in Berlin über Standortpolitik spricht, redet über Energiepreise, Steuern und Bürokratie. Über Sport redet fast niemand. Das ist ein Fehler mit absehbaren Folgen.5, 7
Als Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Bundestagsfraktion sagen wir klar: Ein Land, das seinen Sport vernachlässigt, setzt seine gesundheitlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Reserven aufs Spiel. Genau das passiert derzeit in Deutschland.1, 2, 3
Problemaufriss
Die Realität vor Ort ist unübersehbar: gesperrte Turnhallen, geschlossene Schwimmbäder, bröckelnde Tribünen, veraltete Anlagen. Während die Bundesregierung Milliarden in ideologische Projekte lenkt, werden Sportstätten auf Verschleiß gefahren.2, 6, 7
Unser Antrag „Den Beitrag des Sports zum Gemeinwohl anerkennen – Investitionsstau bei der Sportstättensanierung auflösen“ weist einen Sanierungsbedarf von über 31 Milliarden Euro aus. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages bestätigt inzwischen einen Bedarf von über 40 Milliarden Euro – Tendenz steigend.2, 6
Demgegenüber steht ein zeitlich begrenzter Investitionspakt „Sportstätten“ im dreistelligen Millionenbereich. Das ist keine Lösung, sondern eine Beruhigungspille. Die Ampel-Regierung schönt die Zahlen, aber sie löst das Problem nicht.2, 8
Gleichzeitig wird der Schulsport systematisch an den Rand gedrängt. „Wertschätzung und Förderung des Unterrichtsfaches Sport“ – so lautet unser Antrag. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Sportunterricht fällt überdurchschnittlich häufig aus, Schwimmunterricht bricht weg, Sportstunden werden zusammengestrichen, während Kinder bewegungsärmer und dicker werden.3, 4, 5
Wer so handelt, nimmt in Kauf, dass die junge Generation körperlich abbaut, weniger leistungsfähig wird und das Leistungsprinzip aus dem Alltag verschwindet. Das ist nicht nur bildungspolitisch verantwortungslos, sondern auch standortpolitisch kurzsichtig.3, 12
Faktenlage
Die volkswirtschaftlichen Zahlen sind eindeutig. Das Sportsatellitenkonto und die dazugehörigen Studien beziffern die sportbezogene Bruttowertschöpfung in Deutschland auf rund 80 Milliarden Euro pro Jahr. Das entspricht etwa 2,3 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung.9, 10
Rund 1,19 Millionen Menschen arbeiten direkt oder indirekt im Sport – etwa 2,6 Prozent aller Beschäftigten. In vielen Regionen sind Sport und Sportwirtschaft ein zentraler Arbeitgeber und Impulsgeber für die lokale Entwicklung.9, 10
Hinzu kommt die größte Bürgerbewegung unseres Landes: 27 bis 28 Millionen Menschen sind in rund 90.000 Sportvereinen organisiert. Millionen Ehrenamtliche halten den Trainingsbetrieb am Laufen, betreuen Kinder und Jugendliche, organisieren Wettkämpfe und stiften Gemeinschaft.2, 5, 12
Diese Arbeit ersetzt Leistungen, die der Staat ansonsten teuer einkaufen müsste. Sie ist unbezahlbar – und wird von der Politik doch oft so behandelt, als sei sie selbstverständlich und beliebig belastbar.2, 7
Auch im Gesundheitsbereich ist die Lage klar. Studien und sportpolitische Konzepte bestätigen, dass ein in Sport investierter Euro bis zu drei Euro an Gesundheitskosten sparen kann. Vorbeugung durch Bewegung ist immer günstiger als die nachträgliche Behandlung von Zivilisationskrankheiten.9, 10, 12
Der 15. Sportbericht der Bundesregierung selbst beschreibt, wie eng Sport, gesundheitliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe zusammenhängen. Trotzdem bleibt Sport im Bundeshaushalt ein Randposten.5
Der Deutsche Städtetag weist in seiner Stellungnahme an den Bundestag darauf hin, dass Sportstätten integraler Bestandteil der kommunalen Infrastruktur sind und dass gerade Sportanlagen besonders vom Sanierungsstau betroffen sind. Statt gegenzusteuern, lässt die Bundesregierung die Kommunen damit weitgehend allein.7, 8
Politische Einordnung
Mit unserem Antrag „Sportnation Deutschland – Stärkung des gesellschaftlichen Stellenwerts des Sports“ haben wir im Bundestag klar gemacht: Sport ist ein strategischer Bereich, keine Nebensache.1, 11
Sport zeigt, wie es um ein Land steht. Eine Gesellschaft, die ihre Sportstätten verfallen lässt und Kindern den Sportunterricht streicht, darf sich über zunehmende Gesundheitsprobleme, schwächer werdende Leistungsbereitschaft und schwindenden Zusammenhalt nicht wundern.1, 2, 3
Wir halten fest: Deutschland braucht Sport als Standortfaktor – wirtschaftlich, gesundheitlich und gesellschaftlich. Doch die Ampel-Regierung behandelt Sport weiter wie ein Anhängsel und verweigert die dringend notwendige sportpolitische Kehrtwende.1, 2, 5
Unsere sportpolitischen Leitlinien und Anträge zeigen einen anderen Weg. Wir wollen den Sport nicht verwalten, sondern stärken: im Breitensport, im Schulsport, im Spitzensport und in der Infrastruktur.1, 2, 12
Forderungen
Wer es mit dem Standort Deutschland ernst meint, muss den Sport entschlossen stärken. Wir fordern:1, 2, 3
- Ein echtes Sportstätten-Sanierungsprogramm statt Alibi-Förderung: Ein mehrjähriges Bundesprogramm im zweistelligen Milliardenbereich, um den dokumentierten Investitionsstau bei Hallen, Schwimmbädern und Sportanlagen abzubauen.2, 6, 7
- Schulsport aufwerten statt streichen: Mehr verbindliche Sportstunden, gesicherter Schwimmunterricht, Rückkehr zu einem ernstgenommenen Wettkampf- und Leistungsprinzip im Schul- und Jugendsport.3, 4
- Breitensport und Ehrenamt konsequent entlasten: Bürokratieabbau, steuerliche Vorteile und verlässliche Förderung, damit Vereine nicht länger gegen Behörden, sondern für Kinder und Jugendliche arbeiten.2, 7, 12
- Spitzensport ernsthaft fördern: Planungssicherheit, klare Karriereperspektiven und eine solide gesetzliche Grundlage für den Spitzensport, statt Flickwerk und Schönrechnerei.1, 5, 12
- Sport als Staatsziel und Standortfaktor verankern: Sport muss als Verfassungs- und Staatsziel anerkannt werden, damit seine Rolle für Gemeinwohl, Gesundheit und Wirtschaft endlich verbindlich abgesichert ist.1, 2
Fazit
Sport ist ein Prüfstein für die Ernsthaftigkeit von Politik. Wer beim Sport spart, spart an der falschen Stelle – nämlich an Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zusammenhalt des eigenen Volkes.1, 2, 5
Die Ampel-Regierung sieht den Investitionsstau, sie kennt die Zahlen und ignoriert sie trotzdem. Das ist verantwortungslos und schwächt den Standort Deutschland dauerhaft.2, 6, 7
Wir als Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Bundestagsfraktion stellen dem eine klare Alternative gegenüber: Sport als ernstgenommene Staatsaufgabe, als Standortfaktor und als Investition in die Zukunft unseres Landes. Wer Deutschland wieder stark machen will, muss beim Sport anfangen – nicht beim Abbau.1, 3, 12
Quellen
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/2363 – Sportnation Deutschland – Stärkung des gesellschaftlichen Stellenwerts des Sports
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/6438 – Den Beitrag des Sports zum Gemeinwohl anerkennen – Investitionsstau bei der Sportstättensanierung auflösen
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/5366 – Wertschätzung und Förderung des Unterrichtsfaches Sport
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/6997 – Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses zu Drucksache 20/5366
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/5900 – 15. Sportbericht der Bundesregierung
- Deutscher Bundestag, Wissenschaftlicher Dienst: Sanierungs- und Modernisierungsbedarf von Sportstätten (WD 5-062/24)
- Deutscher Städtetag: Kommunale Sportpolitik und Sportförderung – Stellungnahme im Deutschen Bundestag
- Bund/Länder: Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten
- Bundesinstitut für Sportwissenschaft: Sportsatellitenkonto – Die wirtschaftliche Bedeutung des Sports in Deutschland
- Sportwirtschaft – Fakten und Zahlen 2021
- Deutscher Bundestag: Plenarbericht zur Beratung des Antrags „Sportnation Deutschland – Stärkung des gesellschaftlichen Stellenwerts des Sports“
- AfD‑Bundestagsfraktion: Sportpolitische Leitlinien 2025

