Kurzbeschreibung
Die Grundschule ist die entscheidende Phase für Bewegung, Motorik, Koordination, Schwimmfähigkeit und Freude am sportlichen Wettbewerb. Wenn der Staat hier versagt, verliert Deutschland nicht nur gesundheitlich, sondern auch sportlich und gesellschaftlich seine Grundlage.1, 2, 3, 4
Der Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Bundestagsfraktion setzt deshalb auf einen klaren Kurs: mehr verbindlichen Schulsport, regelmäßigen Schwimmunterricht, sportliche Wettbewerbe, stärkere Kooperationen mit Vereinen und eine politische Aufwertung des Faches Sport. Genau das ist der richtige Ansatz, wenn Deutschland wieder Sportnation werden soll.1, 2, 5, 6
Einleitung
Ob ein Kind gern läuft, springt, wirft, balanciert, schwimmt und sich im sportlichen Miteinander behauptet, entscheidet sich nicht erst in der weiterführenden Schule. Die Grundlagen dafür werden in der Grundschule gelegt.1, 4
Gerade in diesen Jahren entstehen Bewegungsfreude, Körpergefühl, Koordination, Disziplin und das Selbstvertrauen, sich etwas zuzutrauen. Wer in dieser Phase zu wenig Sport bekommt, holt das später oft nicht mehr vollständig auf.1, 7, 8
Für uns ist deshalb klar: Wer Deutschland wieder zu einer Sportnation machen will, muss beim Schulsport in der Grundschule anfangen. Alles andere setzt zu spät an.5, 6
Die eigentliche Schieflage
Die politische Debatte in Deutschland tut oft so, als sei Sport in der Schule ein schönes Zusatzangebot. Tatsächlich ist er ein Grundbestandteil von Bildung, Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.4, 6
Genau hier liegt das Problem: Sportunterricht fällt überdurchschnittlich häufig aus, vielerorts fehlt es an Hallenzeiten, an Schwimmbädern, an qualifizierten Lehrkräften und an einem politischen Willen, dem Fach Sport denselben Stellenwert zu geben wie anderen Schulfächern.2, 3, 5
Die Folgen sind längst sichtbar. In einer Anhörung des Sportausschusses wurde darauf verwiesen, dass sich 75 Prozent der Grundschulkinder weniger als 60 Minuten täglich bewegen und damit selbst den Minimalwert der WHO nicht erreichen.7, 8
Wer diese Zahlen ernst nimmt, kann nicht weiter so tun, als reiche eine unverbindliche Bewegungsrhetorik aus. Deutschland hat kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.7, 6
Warum die Grundschule so wichtig ist
Die Grundschule ist die Phase, in der Kinder elementare Bewegungsformen zuverlässig lernen müssen: laufen, springen, werfen, fangen, klettern, rollen, stützen, balancieren und schwimmen. Werden diese Grundlagen nicht sauber aufgebaut, fehlt später die Basis für fast jede Sportart.1, 4
Hinzu kommt: Grundschulsport wirkt nicht nur körperlich. Kinder lernen dort Regeln, Leistungsbereitschaft, Fairness, Teamgeist, Niederlagen auszuhalten und Erfolge zu erarbeiten.4, 9
Gerade deshalb ist der Grundschulsport weit mehr als Bewegungspause. Er ist ein frühes Training für Gesundheit, Charakterbildung und Leistungswillen.4, 6
Unsere Anträge zeigen den richtigen Weg
Die AfD-Bundestagsfraktion hat mit ihrem Antrag „Wertschätzung und Förderung des Unterrichtsfaches Sport“ genau die Punkte benannt, an denen Deutschland ansetzen muss. Gefordert wurden unter anderem vier Sportstunden pro Woche in allen Schulformen der Klassenstufen 1 bis 10, durchgängiger Schwimmunterricht sowie regelmäßige verpflichtende Schulwettkämpfe.2, 3, 10
Das ist keine Übertreibung, sondern die logische Antwort auf die Realität. Wenn Kinder sich zu wenig bewegen, motorische Defizite wachsen und Schwimmfähigkeit immer stärker vom Wohnort oder vom Elternhaus abhängt, dann braucht es nicht weniger Verbindlichkeit, sondern mehr.7, 8, 2
Hinzu kommt unser Antrag zur verbindlichen Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen. Gerade in der Grundschule ist die enge Verzahnung mit dem organisierten Sport der richtige Weg, um Kinder früh in Vereine zu bringen und Bewegung nicht auf die Turnhalle am Vormittag zu begrenzen.11, 6
Auch unsere allgemeine sportpolitische Linie ist eindeutig: Deutschland darf sich mit dem Abbau des sportlichen Niveaus nicht abfinden. Wer wieder Sportnation werden will, muss in der Breite anfangen, bei Kindern, Schulen, Vereinen und Sportstätten.5, 6
Warum unser Ansatz der richtige für eine Sportnation Deutschland ist
Eine Sportnation entsteht nicht durch Sonntagsreden über Olympia und auch nicht durch spätere Reparaturprogramme im Jugend- oder Erwachsenenalter. Sie entsteht dort, wo Kinder früh an Bewegung, Wettkampf, Schwimmen und Vereinssport herangeführt werden.5, 6
Genau deshalb ist unser Ansatz richtig: verbindlicher Sport statt unverbindlicher Projekte, feste Sportstunden statt Ausfallreserve, regelmäßige Wettbewerbe statt leistungsfreier Beliebigkeit und Zusammenarbeit mit Vereinen statt schulischer Abschottung.2, 11, 5
Eine echte Sportnation braucht Kinder, die sich selbstverständlich bewegen, ihren Körper beherrschen, schwimmen können, Teamgeist erleben und Freude an Leistung entwickeln. Wer diese Grundlagen in der Grundschule legt, stärkt später zugleich Breitensport, Nachwuchsleistungssport, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.1, 5, 6, 9
Was jetzt politisch passieren muss
- Vier verbindliche Sportstunden pro Woche als klare Zielmarke im Schulalltag statt ständiger Kürzungen beim Fach Sport.2, 3
- Durchgehender Schwimmunterricht in der Grundschule, weil Schwimmen keine Nebensache, sondern eine Grundfähigkeit ist.2, 10
- Regelmäßige Schulwettkämpfe, damit Kinder Leistung, Motivation, Vergleich und Fairness konkret erleben.2, 9
- Verbindliche Kooperationen zwischen Grundschulen und Sportvereinen, damit aus dem Sportunterricht dauerhafte Bewegung im Alltag wird.11, 6
- Erhalt und Ausbau von Sporthallen und Schwimmbädern, weil guter Grundschulsport an der Infrastruktur nicht scheitern darf.12, 13
- Eine klare politische Aufwertung des Faches Sport, damit es nicht länger als erstes gekürzt wird, wenn Personal, Zeit oder Räume fehlen.2, 3
Wer bei den Kleinsten spart, verspielt die Sportnation
Deutschland wird nicht deshalb schwächer, weil es an Talenten fehlt. Deutschland wird schwächer, weil es die Grundlagen zu oft vernachlässigt.5, 7
Wenn schon Grundschulkinder zu wenig Bewegung haben, wenn Schwimmen nicht selbstverständlich gelernt wird und wenn Sport im Stundenplan als verhandelbare Restgröße behandelt wird, dann ist der spätere Abstieg keine Überraschung, sondern die direkte Folge falscher Prioritäten.7, 8, 2
Der richtige Weg liegt auf dem Tisch. Mehr Grundschulsport, mehr Verbindlichkeit, mehr Schwimmen, mehr Wettbewerb, mehr Vereinsanbindung und bessere Infrastruktur: Genau so beginnt eine Sportnation Deutschland.2, 5, 6, 11, 12
Quellen
- AK05_Media_Redaktionsplan_2026_SPID_Publikationen.xlsx – SP-011, Quellen- und Themenzuordnung
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/5366 – Wertschätzung und Förderung des Unterrichtsfaches Sport
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/6997 – Beschlussempfehlung und Bericht zu Drucksache 20/5366
- Deutscher Bundestag: 15. Sportbericht der Bundesregierung
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/2363 – Sportnation Deutschland – Stärkung des gesellschaftlichen Stellenwerts des Sports
- AfD-Bundestagsfraktion: Sportpolitische Leitlinien 2025
- Deutscher Bundestag: Experten für tägliche Bewegungsstunde in Schulen
- Deutscher Bundestag: Wortprotokoll der 57. Sitzung des Sportausschusses vom 25.09.2024
- Schulsport NRW: Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen
- AfD-Bundestagsfraktion: Nicole Höchst – Wertschätzung des Unterrichtsfaches Sport, Einführung von vier Sportstunden
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/5557 – Ganztagsschule: Verbindliche Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen
- Deutscher Bundestag: Drucksache 20/6438 – Den Beitrag des Sports zum Gemeinwohl anerkennen – Investitionsstau bei der Sportstättensanierung auflösen
- Deutscher Bundestag, Wissenschaftlicher Dienst: Sanierungs- und Modernisierungsbedarf von Sportstätten (WD 5-062/24)

