Chemnitzer FC gegen Berliner AK: Entschieden wird auf dem Platz

KW 37/2018 · AK-Aktuell · Freitag, 14.09.2018

Kurz gesagt: Nach den Demonstrationen in Chemnitz Ende August 2018 drohte der Berliner AK, nicht zum Regionalliga-Spiel beim Chemnitzer FC anzutreten.1 Die AfD-Fraktion forderte sportlichen Wettbewerb statt politischer Anschuldigungen.2 Das Spiel fand statt: Chemnitz gewann am 15. September 2018 mit 3:1.3

Chemnitzer FC gegen Berliner AK: Entschieden wird auf dem Platz

Ein Fußballspiel ist ein sportlicher Wettkampf. Für die Sicherheit sorgen Verband, Verein und Polizei, für das Ergebnis die Mannschaften. 2018 drohte ein Spitzenspiel der Regionalliga Nordost zum Politikum zu werden. Hier liest Du, was damals passiert ist und wie es ausging.

Faktenlage

Ende August 2018 kündigte der Berliner AK (BAK) an, eine Absage des Auswärtsspiels am 15. September beim Chemnitzer FC (CFC) zu prüfen. BAK-Präsident Mehmet Ali Han forderte vom DFB und vom Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) ein Sicherheitskonzept. Der NOFV bestätigte in einem Brief an beide Klubs, dass für die Heimspiele des CFC ein „sehr umfangreiches, schlüssiges und mit allen Verantwortungsträgern abgestimmtes Sicherheitskonzept“ vorliege. CFC-Sportvorstand Thomas Sobotzik lud die Berliner Vereinsführung und das Trainerteam vor dem Spiel nach Chemnitz ein.1

Andreas Bleck, damals stellvertretendes Mitglied im Sportausschuss, erklärte am Tag vor dem Spiel in der Pressemitteilung, die Aussagen des BAK-Präsidenten seien „in dieser Pauschalität wahrheitswidrig“, der NOFV habe das Sicherheitskonzept bestätigt und auch die Polizei sehe kein Gefahrenpotenzial. Ein Boykott sei „ganz und gar unbegründet“ und würde nach dem Regelwerk zu einer Niederlage am grünen Tisch führen. „Statt unfairer politischer Anschuldigungen befürworte ich den fairen sportlichen Wettbewerb auf dem Fußballplatz.“2

Was wir fordern

  • Sicherheit ist Aufgabe von Polizei und Verbänden. Liegt ein abgestimmtes Sicherheitskonzept vor, wird gespielt.
  • Keine Pauschalurteile über ganze Städte, Vereine und ihre Fans.
  • Wer nicht antritt, verliert nach dem Regelwerk. Das gilt für alle Vereine gleich.

Warum das wichtig ist

Der Spielbetrieb lebt davon, dass Regeln für alle gelten. Wenn Spiele nach politischer Lage abgesagt werden, verliert der Wettbewerb seine Grundlage. Sicherheit bei Fußballspielen ist eine staatliche Aufgabe. Diese Linie vertreten wir bis heute, etwa beim Streit um die Polizeikosten.4

Was daraus wurde

Das Spiel fand wie geplant am Samstag, 15. September 2018, um 15:00 Uhr statt. Der Chemnitzer FC gewann gegen den Berliner AK 07 mit 3:1. Das Rückspiel am 17. März 2019 gewann der BAK mit 2:0.3 Beide Partien wurden auf dem Platz entschieden, nicht am grünen Tisch.

Fazit

Das Spitzenspiel wurde ausgetragen, und das war richtig. Ein schlüssiges Sicherheitskonzept, eine Spielaufsicht und ein Verein, der seine Gäste einlädt: So geht Fußball. Politische Vorwürfe ersetzen keinen sportlichen Wettbewerb.

Häufige Fragen

Hat der Berliner AK in Chemnitz gespielt?
Ja. Chemnitz gewann am 15. September 2018 mit 3:1.3

Gab es ein Sicherheitskonzept?
Ja. Der NOFV bestätigte ein abgestimmtes Sicherheitskonzept und kündigte eine Spielaufsicht an.1

Was forderte die AfD-Fraktion?
Fairen sportlichen Wettbewerb auf dem Platz statt politischer Anschuldigungen.2

Quellen

  1. Tagesspiegel (dpa): Fußball-Regionalliga: BAK will nicht nach Chemnitz, 30.08.2018. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
  2. AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag: Bleck zu Sicherheitsbedenken beim CFC: Sportlicher Wettbewerb statt politischer Anschuldigungen, Pressemitteilung, 14.09.2018. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
  3. DFB-Datencenter: Mannschaftsvergleich Chemnitzer FC – Berliner AK 07, Spiel vom 15.09.2018. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
  4. sportfrei.de: Polizeikosten im Fußball: Sicherheit ist Staatsaufgabe, nicht Vereinssache, 27.05.2025. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩

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