Deutschlands Sportpolitik muss endlich liefern
Kommentar des Arbeitskreises Sport und Ehrenamt der AfD-Bundestagsfraktion
Deutschland wollte bei den Winterspielen 2026 unter die Top 3. Geworden ist es am Ende Platz 5. Das ist nicht bloß eine enttäuschende Platzierung. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass die deutsche Sportpolitik ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht wird.
Wer vor den Spielen große Ziele ausgibt und danach so tut, als sei alles halb so schlimm, betreibt Augenwischerei. Platz 5 ist kein Erfolg. Platz 5 ist das Ergebnis jahrelanger Fehlentwicklungen.
Nicht die Athleten haben versagt. Versagt haben die politischen Strukturen, die sportliche Leistung überhaupt erst ermöglichen sollen. Wer Schulsport vernachlässigt, Vereine mit Bürokratie lähmt, Ehrenamtliche im Stich lässt und marode Sportstätten hinnimmt, darf sich über ausbleibende Spitzenleistungen nicht wundern.
Seit Jahren ist bekannt, wo die Probleme liegen. Zu wenig Bewegung in Schule und Alltag. Zu wenig Unterstützung für Vereine. Zu wenig moderne Sportstätten. Zu wenig Verlässlichkeit für Trainer, Nachwuchsarbeit und Talentförderung. Statt entschlossen zu handeln, wird verwaltet, vertagt und beschwichtigt.
Genau das ist der Kern des Problems. Deutschland will im internationalen Sport ganz vorne mitspielen, behandelt aber die Grundlagen des Erfolgs wie eine Nebensache. So funktioniert das nicht.
Wer ernsthaft wieder unter die besten drei Sportnationen will, muss endlich die Basis stärken. Dazu gehört ein deutlich aufgewerteter Schulsport mit mehr verbindlichen Sportstunden, regelmäßiger Schwimmausbildung und echten schulischen Wettkampfformaten. Dazu gehören starke Vereine, die sich auf Sport konzentrieren können, statt in Antragsbürokratie zu ersticken. Dazu gehören moderne Hallen, Bäder und Trainingsstätten, denn ohne Sportstätten gibt es keinen Sport. Und dazu gehört eine Spitzensportförderung, die Leistung einfordert, transparent arbeitet und sich nicht mit schönen Worten begnügt.
Der Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Bundestagsfraktion fordert seit langem genau diesen Kurswechsel: weniger Bürokratie, mehr Unterstützung für Vereine und Ehrenamt, bessere Bedingungen für Trainer und Nachwuchsarbeit, mehr Investitionen in Sportstätten und eine Förderung, die Wirkung zeigt statt Papier produziert.
Es reicht nicht, nach jedem enttäuschenden Abschneiden Betroffenheit zu simulieren. Es reicht auch nicht, den Sport bei Sonntagsreden zu feiern und ihn im politischen Alltag zu vernachlässigen. Wer eine Sportnation sein will, muss auch bereit sein, entsprechend zu handeln.
Platz 5 ist deshalb kein Ausrutscher. Platz 5 ist eine Quittung.
Deutschland wird nur dann wieder zur echten Sportnation, wenn die politische Bequemlichkeit endet. Der Sport braucht keine Ausreden mehr. Er braucht endlich Priorität.
Der Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Bundestagsfraktion steht für diesen Kurswechsel. Klar in der Analyse. Klar in den Forderungen. Klar im Anspruch: Deutschland muss sportpolitisch wieder nach vorne.


