KW 5/2019 · AK-Aktuell · Donnerstag, 31.01.2019
Kurz gesagt: Im Januar 2019 entzog das Internationale Paralympische Komitee (IPC) Malaysia die Para-Schwimm-WM, weil das Land israelischen Sportlern die Einreise verweigern wollte. Die AfD-Fraktion begrüßte die Entscheidung.1 Die Bundesregierung begrüßte die klare Haltung des IPC ebenfalls.2
Para-Sport: Gleiche Regeln für alle Athleten
Im Sport zählt, wer antritt und wer gewinnt. Wer Gegner aus politischen Gründen ausschließt, verstößt gegen die Grundregeln des Wettbewerbs.1 Du liest hier, was 2019 geschah, was wir gefordert haben und wie es ausging.
Faktenlage
Malaysia hatte 2017 den Zuschlag für die Para-Schwimm-WM erhalten und vor der Vergabe garantiert, dass alle Athleten einreisen dürfen. Später kündigte das Land an, keine Sportler aus Israel ins Land zu lassen.1 Das IPC entschied daraufhin, Malaysia die Weltmeisterschaft zu entziehen.3
Jörn König, damals Obmann der AfD-Fraktion im Sportausschuss, begrüßte diese Entscheidung. Er begrüßte auch das Angebot von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, die WM in Deutschland auszutragen.1
Was wir forderten
- Der internationale Sport soll eine klare Position beziehen, wenn Staaten Sportler aus Israel ausschließen.1
- Die Regel konsequent anwenden: Wer nicht antritt, verliert den Wettbewerb.1
- Garantien aus Bewerbungsverfahren müssen eingehalten werden.1
Jörn König sagte wörtlich: „Im Sport gilt: Wer nicht antritt, zum Beispiel gegen Sportler aus Israel, für den wird der Wettbewerb als verloren gewertet. Wer nicht antritt, scheidet aus.“1
Unsere Einordnung
Para-Sportler arbeiten jahrelang auf eine Weltmeisterschaft hin. Sie dürfen nicht zum Spielball politischer Konflikte werden. Wer eine Großveranstaltung ausrichten will, muss allen qualifizierten Athleten die Teilnahme ermöglichen. Das ist keine Frage der Gesinnung, sondern der Fairness. Dass Deutschland ein geeigneter Gastgeber für Großveranstaltungen ist, zeigt auch die aktuelle Olympia-Bewerbung.4
Was daraus wurde
Auf eine Schriftliche Frage antwortete die Bundesregierung am 12. Februar 2019: Sie begrüßt die klare Haltung des IPC und den Entzug der Ausrichtungsrechte. Deutschland sei grundsätzlich ein sehr geeigneter Standort für internationale Sportgroßveranstaltungen. Der Deutsche Behindertensportverband habe aber mitgeteilt, sich nicht um die Ausrichtung zu bewerben.2
Die Para-Schwimm-WM fand schließlich im September 2019 in London statt.5
Fazit
Die Entscheidung des IPC war richtig und konsequent. Gleiche Regeln für alle Athleten sind die Grundlage des Sports. Wir stehen für einen Sport, in dem Leistung zählt und niemand wegen seiner Herkunft ausgeschlossen wird.
Häufige Fragen
Warum verlor Malaysia die Para-Schwimm-WM 2019?
Weil das Land israelischen Sportlern die Einreise verweigern wollte.3
Wie reagierte die Bundesregierung?
Sie begrüßte die klare Haltung des IPC.2
Wo fand die WM statt?
Im September 2019 in London.5
Quellen
- AfD-Bundestagsfraktion: König: IPC mit klarer Positionierung für Sportler aus Israel, Pressemitteilung vom 31.01.2019. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
- Deutscher Bundestag: Drucksache 19/7797, Schriftliche Fragen mit Antworten der Bundesregierung, Frage 24 zur Austragung der Para-Schwimm-Weltmeisterschaften in Deutschland, Antwort vom 12. Februar 2019. PDF (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
- Jüdische Allgemeine: Gastgeber gesucht. Weil Malaysias Regierung israelischen Schwimmern keine Visa erteilen wollte, wird die Para-Schwimm-WM verlegt, 28.01.2019. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩
- sportfrei.de: München wird deutscher Olympia-Bewerber: richtige Wahl, teurer Umweg, 29.09.2026. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩
- International Paralympic Committee: London 2019: Double Dutch delight on day two of Worlds, World Para Swimming Allianz Championships London 2019, 11.09.2019. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩


