Sportstätten und Zuschauer: Weitere Schließung ist unverhältnismäßig

KW 22/2020 · AK-Aktuell · Mittwoch, 27.05.2020

Kurz gesagt: Am 27. Mai 2020 forderte die AfD-Fraktion, wieder Zuschauer bei Sportereignissen zuzulassen, mit Abstands- und Hygieneregeln. Für kleine Vereine sind Zuschauereinnahmen überlebenswichtig.1

Zuschauer im Amateursport: warum wir die Öffnung der Sportstätten gefordert haben

Ende Mai 2020 durfte draußen wieder trainiert werden. Die Ränge blieben aber leer. Für viele Amateurvereine ist das Geld vom Spielfeldrand fest eingeplant. Wir zeigen Dir, was die Fraktion damals verlangt hat.

Faktenlage

Anlass der Pressemitteilung: Es wurde über die Wiedereröffnung von Bordellen diskutiert, während Sportstätten für den Publikumsverkehr geschlossen blieben.1 Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 6. Mai 2020 blieben größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern bis zum 31. August untersagt.2

Jörn König, damals Obmann der AfD-Fraktion im Sportausschuss, erklärte: „Gerade Vereine, bei denen die Zuschauereinnahmen überlebenswichtig sind, sollten Zuschauer wieder einlassen dürfen.“ Das betreffe besonders Teamsportarten wie den Amateurfußball.1

Andreas Mrosek, damals Mitglied der AfD-Fraktion im Sportausschuss, ergänzte laut Pressemitteilung: „Es ist nicht einzusehen, dass Bordelle wieder öffnen sollen, aber Hallen und Stadien für Sportler und Zuschauer geschlossen bleiben.“1

Was wir gefordert haben

  • Zuschauer bei Sportereignissen wieder zulassen, unter Abstands- und Hygieneregeln.
  • Kleineren Vereinen bei Bedarf größere Hallen zur Verfügung stellen.
  • Im Freien die meist überschaubaren Zuschauerzahlen erlauben, weil genug Platz vorhanden ist.1

Warum das wichtig war

Im Amateurfußball, im Handball oder im Volleyball finanzieren Eintritt, Bratwurst und Getränke oft den Spielbetrieb. Ohne Zuschauer fehlt dieses Geld, die Kosten für Platz, Halle und Schiedsrichter laufen weiter. Zuschauer in überschaubarer Zahl lassen sich draußen mit Abstand unterbringen. Ein pauschales Verbot traf daher die Kleinen am härtesten.

Wer zuständig war

Sportvereine und der Betrieb von Sportstätten fallen größtenteils in die Zuständigkeit der Länder. Das hatte die Fraktion schon Anfang Mai 2020 betont, als sie die Öffnung von Vereinen und Sportstätten forderte.3 Unseren Rückblick dazu findest Du hier.4

Was daraus wurde

Das Verbot größerer Sportveranstaltungen mit Zuschauern galt nach dem Bund-Länder-Beschluss bis zum 31. August 2020.2 Der AfD-Antrag 19/18726 zur Hilfe für den Sport wurde am 20. Mai 2021 im Bundestag abgelehnt.5, 6

Fazit

Wer Bordelle vor Sportplätzen öffnet, setzt die falschen Prioritäten. Zuschauer gehören zum Vereinssport, sie bringen Geld und Gemeinschaft. Mit Abstand und klaren Regeln war das schon im Mai 2020 möglich.

Häufige Fragen

Welche Sportarten waren besonders betroffen?
Laut Pressemitteilung vor allem Teamsportarten wie der Amateurfußball.1

Bis wann waren größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern verboten?
Nach dem Beschluss vom 6. Mai 2020 bis zum 31. August 2020.2

Wer hat die Erklärung abgegeben?
Jörn König und Andreas Mrosek für die AfD-Fraktion im Sportausschuss.1

Quellen

  1. AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Pressemitteilung: König/Mrosek: Weitere Schließung von Sportstätten ist unverhältnismäßig, 27.05.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
  2. Die Bundesregierung: Bund und Länder einigen sich auf weitere Öffnungsschritte, 06.05.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
  3. AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Pressemitteilung: König: Sportvereine wieder öffnen!, 02.05.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩
  4. sportfrei.de: Sportvereine wieder öffnen: Der Sport gehört auf die Tagesordnung, 02.05.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩
  5. Deutscher Bundestag, Plenarprotokoll 19/230, 230. Sitzung am 20.05.2021, Abstimmung zu den Drucksachen 19/18726 und 19/20236, S. 29474 C. PDF (abgerufen am 08.10.2026) ↩
  6. sportfrei.de: Antrag Corona ins Abseits stellen: Rettungsschirm auch für den Sport, 22.04.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩

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