Schulsport in der Krise – warum Bewegung im Alltag unserer Kinder verschwindet
Wenn Du Dich an Deine Schulzeit erinnerst, gehörte Sport ganz selbstverständlich dazu. Bewegung, Wettkampf, Teamgeist – all das war ein fester Bestandteil des Schulalltags.
Heute sieht das vielerorts anders aus.
Wir vom Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag beobachten seit Jahren eine Entwicklung, die nicht nur den Sport betrifft, sondern die Gesundheit und Entwicklung unserer Kinder insgesamt.
Denn der Schulsport verliert zunehmend an Bedeutung – mit weitreichenden Folgen.
Wenn Sportstunden ausfallen – und keiner reagiert
In vielen Schulen ist der Sportunterricht das erste Fach, das gestrichen wird, wenn es organisatorische Probleme gibt.
- Lehrermangel
- fehlende Hallenkapazitäten
- Stundenplanprobleme
Die Konsequenz: Sport fällt aus.
Während andere Fächer möglichst unangetastet bleiben, wird beim Sport gekürzt – oft still und ohne große Diskussion.
Doch genau hier liegt das Problem:
Bewegung ist kein „Nice-to-have“. Sie ist ein grundlegender Bestandteil der Entwicklung von Kindern.
Bewegung ist entscheidend für Gesundheit und Entwicklung
Kinder brauchen Bewegung – nicht nur für ihre körperliche Fitness, sondern auch für ihre geistige und soziale Entwicklung.
Sport fördert:
- motorische Fähigkeiten
- Konzentration und Leistungsfähigkeit
- Selbstbewusstsein
- Teamfähigkeit
Gleichzeitig wirkt Bewegung präventiv gegen zahlreiche gesundheitliche Probleme, die heute immer häufiger bereits im Kindesalter auftreten.
Und trotzdem wird genau dieser Bereich vernachlässigt.
Schwimmunterricht fällt aus – mit gefährlichen Folgen
Ein besonders kritischer Punkt ist der Schwimmunterricht.
In vielen Regionen fehlt es an funktionierenden Schwimmbädern oder ausreichenden Kapazitäten. Die Folge: Kinder verlassen die Grundschule, ohne sicher schwimmen zu können.
Das ist nicht nur ein sportliches Defizit, sondern ein Sicherheitsrisiko.
Deshalb ist für uns klar:
Jedes Kind muss spätestens am Ende der Grundschule schwimmen können.
Dafür braucht es funktionierende Infrastruktur und verbindliche Vorgaben im Bildungssystem.
Mehr Sport ist keine Option – sondern notwendig
Wir vom AK-Sport & Ehrenamt setzen uns dafür ein, den Schulsport wieder deutlich zu stärken.
Konkret bedeutet das:
- Mindestens 4 Stunden Sport pro Woche
- Verlässlicher Sportunterricht ohne Ausfälle
- Ausreichend ausgebildete Sportlehrer
- tägliche Bewegungsangebote für Kinder und Jugendliche
Sport darf nicht länger das Fach sein, das man streicht, wenn es eng wird.
Schule und Sportverein müssen stärker zusammenarbeiten
Neben dem Schulsport selbst spielt auch die Zusammenarbeit mit Sportvereinen eine entscheidende Rolle.
Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen bieten große Chancen:
- bessere Nutzung von Sportanlagen
- frühzeitige Talentförderung
- mehr Bewegung im Alltag
Doch solche Modelle müssen gezielt gefördert und ausgebaut werden.
Fazit: Wer beim Schulsport spart, zahlt später
Die aktuelle Entwicklung zeigt deutlich:
Schulsport wird oft als nachrangig behandelt – dabei ist er zentral für die Zukunft unserer Gesellschaft.
Weniger Bewegung heute bedeutet:
- mehr gesundheitliche Probleme morgen
- höhere Kosten im Gesundheitssystem
- weniger Nachwuchs im Sport
Wir vom Arbeitskreis Sport und Ehrenamt der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag setzen uns deshalb dafür ein, den Schulsport wieder als das zu behandeln, was er ist:
Ein unverzichtbarer Bestandteil der Bildung und Entwicklung unserer Kinder.
Quellen
- Sportpolitische Leitlinien der AfD-Bundestagsfraktion, Kapitel „Sport und Schule“, Stand Dezember 2025.
- Bundestagsdrucksache 20/5366 – „Wertschätzung und Förderung des Unterrichtsfaches Sport“.
- Bundestagsdrucksache 20/5557 – „Ganztagsschule – Verbindliche Kooperation zwischen Schulen und Sportvereinen“.


