Fitnessstudios in der Corona-Krise: Gesundheit braucht Bewegung

KW 19/2020 · AK-Aktuell · Donnerstag, 07.05.2020

Kurz gesagt: Am 7. Mai 2020 forderte die AfD-Fraktion per Pressemitteilung, die rund 10.000 Fitnessstudios unter Hygieneauflagen wieder zu öffnen. Bewegung stärkt das Immunsystem, Stillstand schadet der Gesundheit.1

Fitnessstudios und Reha-Sport im Lockdown: die Forderung vom Mai 2020

Im Frühjahr 2020 waren Fitnessstudios geschlossen. Wer etwas für Herz, Kreislauf und Abwehrkräfte tun wollte, stand vor verschlossenen Türen. Wir zeigen Dir, was die Fraktion damals gefordert hat.

Faktenlage

Die Erklärung stammt von Robby Schlund, damals stellvertretender gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion.1 Er verwies auf die häufigsten Todesursachen: 339.000 Tote durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2017, das entspreche 36,96 Prozent. Danach folgten Neubildungen mit 235.700 Todesfällen, Atemwegserkrankungen und psychische Störungen.1 Seine Folgerung: Neben Corona dürfen diese Krankheiten nicht aus dem Blick geraten.

In der Pressemitteilung heißt es: „Immunsystem, Herz-Kreislauf-System und unsere Psyche brauchen Stabilität, brauchen Gesundheit, brauchen Fitness.“1

Was wir gefordert haben

  • Wiedereröffnung der rund 10.000 Fitnessstudios und der ambulanten Rehabilitationseinrichtungen.
  • Vorrang für Einzeltraining, Gruppensport vorerst zurückstellen.
  • Sicherheitsabstand durch passende Geräteaufstellung, Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen.
  • Vorerst kein Duschen und kein Saunabetrieb.1

Warum das wichtig war

Fitnessstudios und Reha-Einrichtungen sind für viele Menschen der Ort, an dem sie regelmäßig trainieren und Gesundheitsprogramme absolvieren. Fällt das weg, steigt das Risiko für genau die Volkskrankheiten, die schon vor Corona die meisten Todesfälle verursachten. Bewegungsmangel ist bis heute eines der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken.2

Wer zuständig war

Über die großen Linien verständigten sich Bund und Länder, die Umsetzung lag bei den Ländern.3 Bereits im April 2020 hatte die Fraktion die Öffnung der Sportvereine gefordert.4 Unseren Rückblick dazu findest Du hier.5

Was daraus wurde

Einen Tag vor der Pressemitteilung, am 6. Mai 2020, hatten Bund und Länder den Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wieder erlaubt. Weitere Öffnungsschritte, etwa für Kinos, Theater und Restaurants, regelten nach dem Beschluss die Länder.3 Fitnessstudios nennt die Mitteilung der Bundesregierung nicht ausdrücklich.

Fazit

Gesundheitsschutz heißt nicht nur Kontakte vermeiden, sondern auch fit bleiben. Wer Training unter klaren Regeln ermöglicht, schützt Herz, Kreislauf und Psyche. Das gilt für jede künftige Krise.

Häufige Fragen

Wie viele Fitnessstudios nannte die Pressemitteilung?
Rund 10.000.1

Sollte auch Gruppensport sofort erlaubt werden?
Nein. Die Erklärung setzte auf Einzeltraining, Gruppensport sollte vorerst ausbleiben.1

Was beschlossen Bund und Länder am 6. Mai 2020 zum Sport?
Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wurde wieder erlaubt.3

Quellen

  1. AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Pressemitteilung: Schlund: Aktiv gegen Corona – Immunsystem stärken durch Sport, 07.05.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩ ↩
  2. sportfrei.de: Sport und Gesundheit: Warum sich Deutschland Bewegung nicht länger sparen kann, 15.09.2026. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩
  3. Die Bundesregierung: Bund und Länder einigen sich auf weitere Öffnungsschritte, 06.05.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩ ↩ ↩
  4. AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Pressemitteilung: König: Sportvereine öffnen!, 22.04.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩
  5. sportfrei.de: Sportvereine öffnen: Individualsport war nie das Problem, 22.04.2020. Link (abgerufen am 08.10.2026) ↩

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